Skurile Geschichten aus unserem Ordinationsalltag

"Das Verhängnis"

Mein Name ist "Bärli", ich bin ein Kater und wohne bei Fam. Friedl in Ragnitz. Zu meiner Lieblingsbeschäftigung zählt das Spielen im Wohnzimmer. Eines Tages lag da eine Spule Zwirn, diese wurde mir im wahrsten Sinne des Wortes zum "Verhängnis".

Irgendwie löste sich ein Stück Zwirn und ich schluckte es. "HILFE! Plötzlich konnte ich nicht mehr fressen." Mein Frauerl brachte mich ins TGZ. Zuerst ein Check, dann Röntgen - dann ohne zu Zögern auf den OP-Tisch. In Narkose musste Birgit mit ihrem Team meinen Bauch öffnen. Und da sahen sie die Misere. Der Zwirn hatte sich um meinen Zungengrund geschlungen und der Rest hatte sich durch den Magen in den Darm gelegt und diesen wie eine Zieharmonika aufgewickelt.

Gott sei Dank befreite mich Birgit mit ihrem Team von diesem Ding und es ging mir schnell wieder gut. Also liebe Tierbesitzer: Zwirnspulen und Weihnachtsdekorationen sind kein Katzenspielzeug! Alles Liebe euer Bärli

 

Für Ramses

(gewidmet von seinem Frauerl)


Es ist still geworden in deiner Welt und dunkel, die Augen sind trüb. Du hörst nicht mal mehr, wenn der Nachbarshund bellt.

Und trotzdem: Ich hab dich lieb. Der Gang wirkt so eckig, fast sieht man den Schmerz.

Bewegungen wie aus Holz, wenn ich dich so anseh, zerreist mir das Herz,

warst einmal mein ganzer Stolz. 

Warst kraftvoll und stark, zu bändigen kaum, geschmeidig und voll Eleganz.

Jetzt zucken die Beine noch manchmal im Traum und vorsichtig wedelt dein Schwanz.


Die Krankheit heißt Alter, das Ende heißt Tod. Wirst auf dieser Welt nicht mehr Gesund,

frisst vorsichtig nur noch dein Gnadenbrot und trotzdem: Ich lieb dich mein Hund.

Warst treu und tapfer, hast alle beschützt, verteidigt die Menschen und das Haus, hast den Katzen manchmal die Mäuse stibitzt.

Vorbei ist alles jetzt aus. Ich möcht dich behalten, der Abschied tut weh, gleitest langsam schon fort, bist schon fern.

Bist noch mein Hund, doch schon nicht mehr und trotzdem: ich hab dich gern.

Ich wünsch dir den Himmel für Hunde, mein Freund, voller Spaß, statt ewiger Ruh.

Wo alle Tage die Sonne dir scheint und du glücklich bist, immerzu.

Mit spielen und jagen und wälzen im Klee und fressen solang bis du platzt.

Und balgen und springen und toben im Schnee und jemanden, der dir den Rücken kratzt.

Voller Riesenknochen extra für dich und Hundedamen, ganz fein. Und wenn du dort glücklich bist, denk mal an mich, könnt sein, dass ich grad um dich wein!

 

Was Fliegengift anrichten kann


Hallo,

mein Name ist "Blacky" und ich muss Euch was Wichtiges erzählen. Da schlendere ich letztens über unseren Hof, es waren alle gerade mit viel Arbeit eingedeckt. Mir war es sehr langweilig und sah ich so eine gelbe Dose auf dem Regal. Neugierig wie ich war, habe ich sie herunter gestoßen und da waren gelbe Kugeln drinnen. Sofort musste ich diese beschnuppern und (was sonst) etwas davon kosten. Es schmeckte abscheulich, ich konnte es aber nicht mehr herausbekommen. Einige Minuten später wurde mit übel, schwindelig und ich begann am ganzen Körper zu zittern. Ich suchte sofort Walter, mein Herrl. Dieser begriff sogleich, dass ich etwas angestellt hatte und rief die Damen vom TGZ an. Es war wirklich eilig!!! Mein Herrl samt Familie braust ins TGZ. Dort wurde ich sofort mit Infusionen, Gegenmittel und Sauerstoff versorgt. Nachdem das Zittern immer stärker wurde und sich mein Kreislauf immer mehr und mehr verschlechterte, bekam ich eine Narkose. Als ich wieder aufwachte, tat mir alles weh (Muskelzittern). Das TGZ-Team hat mir den Magen ausgeräumt, dadurch konnte ich gerettet werden. Jetzt geht es mir wieder super gut. Ich kann wieder mit meinen Freunden spielen und bin glücklich. Ein Tip:" Pfoten weg von allen Giften!"

Liebe Grüße,
Euer Blacky

 

Notfall am Samstag Abend


Ich, Tigerkralle und meine vier Geschwister wollten unbedingt noch in dieser Nacht das Licht der Welt erblicken. Doch unsere Mama schaffte es irgendwie nicht, trotz unseres Zwicken´s und Zwacken´s, uns heraus zu pressen. So kam es, dass unser Frauerl mit uns im TGZ gelandet ist. Sofort wurde alles für den Kaiserschnitt vorbereitet. Als die Tierärztinnen uns in einer Not-OP auf die Welt brachten, half die ganze Familie der Frau Dr. (Mama, Papa, Mann) mit, um uns durchs "trockenrubbeln" zum Leben zu erwecken. Wir waren zu Fünft, nur leider hat es unser Geschwisterchen nicht geschafft. Es war zu schwach. So nun waren wir da und hatten natürlich einen riesigen Hunger. Da unsere Mama durch die OP erst spät säugen konnte, wurden wir alle 4, ganze 7 Tage lang vom TGZ-Team zusätzlich gefüttert und zur Kontrolle vor und nach der Fütterung gewogen. Die Waage zeigte eine ständige Gewichtszunahme von uns vier "Rackern" an und unsere Ersatzmamis freuten sich darüber natürlich sehr.

Dennoch konnten wir es nicht erwarten, bei unserer Mami die Milch zu nuckeln. Von der sie nun auch reichlich hatte. Bei ihr fühlten wir uns dann endlich so richtig wohl und umsorgt. So wuchsen wir die ersten 4 Wochen im TGZ auf und machten mit jedem Tag die Praxis unsicherer.

Wir hatten alle großen Spaß miteinander und wurden in dieser Zeit an sehr gute Plätze vermittelt, wo es uns ausgezeichnet geht. Und man hält es kaum für möglich, meine Schwester ist eine Wienerin geworden. 

Liebe Grüße, 

Eure Tiegerkralle

 


Der riesige Milztumor


Hallo,

mein Name ist Shila und ich wohne bei der Familie Leber in Lebring. Meine Menschenfamilie hat mich vor 11 Jahren im Urlaub in Kroatioen aufgegeblt. Stellt euch vor, vor einiger Zeit habe ich immer stärker werdende Schmerzen im Oberbauch bekommen. Meine Familie war mit mir dann aber bei einem Tierarzt und alle dachten ich hätte etwas falsches gegessen. Nachdem ich aber immer schlapp und schlapper wurde, keine Appetit mehr hatte, sind sie mit mir noch am gleichen Wochenende zum TGZ-Team gefahren.

Am Röntgen wurde bei mir ein Milztumor festgestellt! Nach der Stabilisierung meines Kreislaufs wurde ich dann notoperiert. Der Tumor hatte ein Gewicht von "746g" und das bei meinem Gewicht von knapp 20 kg. Wahnsinn!

Am Tag darauf war ich zwar noch etwas müde, aber der Apetit war schon wieder da. Das TGZ-Team versorgte mich vorzüglich und meine Familie freute sich so, dass ich es geschafft habe. An diesem Tag durfte ich auch schon wieder nach Hause. Und wisst Ihr was das Beste ist? Im Sommer fahre ich mit meiner Familie wieder nach Kroatien. Hurra! Nun bin ich wieder die "Alte" und vollkommen gesund.

Dafür Danke ich meiner Familie und dem TGZ-Team die so schnell reagiert haben.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Tag

Eure Shila

 

Wie mir das Leben gerettet wurde


Mein Name ist Balduin und ich wurde gemeinsam mit meinen Geschwistern am 14. Februar 2005 geboren. Leider war unsere leibliche Mama mit dieser Situation überfordert und so wurden wir von unserer Ziehmama Sonja mit dem Fläschchen aufgezogen. Wir führen ein schönes unbeschwertes Leben in einem großen Gehege (täglicher spaziergang inklusive) und werden mit Karotten, Äpfeln, saftigem Heu und allerlei Leckereien verwöhnt.

Doch eines Tages wurde mir ganz komisch! Ich bekam Schmerzen und konnte keinen Harn mehr lassen. Da rief Sonja schnell die Tierärztin an und Birgit eilte herbei um Maßnahmen zu setzten und mir das Urinieren zu ermöglichen. Jedoch hatte ich Harnsteine und die saßen so fest, dass mir eine Operation leider nicht erspart blieb. Noch am gleichen Tag fuhren wir zu Birgit in die Ordination. Dort wurde ich von Birgit operiert.

Während der Operation wurde meine Harnblase entleert und die Harnsteine herausgeschwemmt. Ein neuer Hrangang wurde mir (direkt unter meinem Popo) gelegt, da das Risiko besteht immer wieder solche Harnsteine zu bekommen. Und auf diese Schmerzen kann ich in Zukunft verzichten. Ich durfte gleich nach Hause und wurde von Sonja und meinen Geschwistern umsorgt. Auch Birgit kam immer wieder um mich zu beobachten und erkundigte sich stets nach mir. Anfangs hat mich die Operation sehr mitgenommen, aber nun bin ich sooooo froh, dass mir das Leben gerettet wurde und ich weiterhin ein glückliches Leben mit meinen Geschwistern führen kann.

Liebe Grüße

Euer Balduin

 

So jung und schon so oft bei Birgit


Hallo, 

ich bin Puppi, der kleine 3 Wochen alte Malinois-Welpe von Familie Melcher. Nun muss ich euch erzählen, was mir unlängst passiert ist. Ich nuckle bei meiner Mama die leckere Milch, weil ich ja wachsen will und immer hungrig bin. Plötzlich wie aus heiterem Himmel hüpft meine Mama auf und erwischt mich mit ihrer Kralle am Auge. AUTSCH! Das tat aber weh.

Ich jaulte ganz, ganz laut so das meine Menschenmama sofort zu mir kam und sah, was geschehen ist. Ein Anruf bei Birgit und schon brausten wir in die Ordination. Dort wurde ich am Auge untersucht und es wurden mir Augensalbe und Augentropfen verschrieben.

Von nun an hegte und pflegte mich meine Menschenmama. Mein Auge wurde täglich versorgt, sie fütterte mich mit Welpenmilch aus dem Fläschchen, nahm mich mit in die Arbeit. Kurz gesagt, sie war rund um die Uhr für mich da und ich genoss ihre Fürsorge. Aber durch die Umstellung von Muttermilch auf Fläschchenfütterung bekam ich Bauchweh. Mein Auge wurde zwar besser, aber nun schmerzte mir der Bauch. Langsam wurde er immer dicker. Meine Menschenmama bemerkte das natürlich und wir fuhren zum zweiten mal zu Birgit in die Ordination. Jetzt kam ich aber nicht so glimpflich davon. Ich musste operiert werden.

Birgit und ihre Assistentin "entgasten" meinen Darm. Ich hatte großes Glück in meinen jungen Tagen. Jetzt geht es mir blendent, ich wachse und gedeihe und mein Auge ist auch wieder in Ordnung.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Birgit und ihrem Team bedanken!

Eure Puppi

 

Hallo! Das war in letzter Minute!


Mein Name ist "Dusty" und ich bin eine Schipperke-Hündin aus Ragnitz. (Zugereist-Findling) Seit einem Jahr wohne ich bei Familie Weinhandel, meine neue liebe Familie. Stellt euch nun mal vor, was mir an einem Abend anfang Dezember passiert ist: Innerhalb einiger Stunden habe ich immer mehr und mehr Bauschmerzen bekommen. Stark zusammengekrampft und gewunden hat es mich.

Da hat mein Frauerl gleich reagiert und ist mit mir zum TGZ-Tiergesundheitszentrum gefahren. Die Frau Doktor hat mir dann gleich etwas Krampflösendes und Schmerzstillendes gegeben. Einen fürchterlichen Brechreiz hatte ich auch. Damit ich besser untersucht werden konnte, hat die Frau Doktor Birgit mich gleich in Narkose gelegt.

Nach ca. 2 Stunden bin ich dann wieder aufgewacht und mein Frauerl war wieder bei mir. Da hab ich mitbekommen, dass beim Röntgen eine Verschattung im Bauchbereich festgestellt wurde und ich eine Notoperation brauchte.

Ich hatte eine eitrige Gebärmutterentzündung, welche aufgeplatzt war. Noch wenige Stunden und ich wäre gestorben. Nun hab ich es Gott sei Dank geschafft. Meine Wunde brauchte noch etwas Zeit zum verheilen, aber sonst ging es mir wieder ganz gut.

Alles Liebe eure Dusty